Im Biologieunterricht der gesamten 10. Jahrgangsstufe stand in diesem Schuljahr wieder ein besonderes praktisches Projekt auf dem Programm: die Präparation von Schweineherzen. Ziel war es, das theoretische Wissen über den Aufbau und die Funktion des Herzens durch eigene praktische Erfahrungen zu vertiefen.
Zu Beginn der Unterrichtseinheit wurden die benötigten Materialien vorbereitet. Dazu unter anderem Schweineherzen, Einweghandschuhe, Präparierscheren, Skalpelle, Glasstäbe sowie Arbeitsunterlagen zur Dokumentation. Nach einer kurzen Einführung in Sicherheits- und Hygieneregeln konnten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen mit der Untersuchung beginnen.
Der Ablauf der Präparation erfolgte schrittweise: Zunächst wurde das Herz von außen betrachtet. Die Lernenden bestimmten die Lage, erkannten wichtige Blutgefäße wie die Aorta und untersuchten die Struktur des Herzmuskels. Anschließend wurde das Herz vorsichtig geöffnet, um die inneren Strukturen sichtbar zu machen. Dabei konnten die Herzkammern sowie die Segel- und Taschenklappen genau untersucht werden. Mithilfe von Glasstäben wurde sogar der Weg des Blutes durch das Herz nachvollzogen.
Durch das eigenständige Arbeiten wurde deutlich, dass sich theoretisches Wissen oft erst durch praktisches Erleben vollständig erschließt. Die Durchführung solcher Präparationen im Unterricht fördert zu einen das Verständnis für anatomische Zusammenhänge deutlich stärker als reine Abbildungen oder Modelle. Zum anderen stärkt sie wichtige wissenschaftliche Kompetenzen wie genaues Beobachten, Dokumentieren und Arbeiten im Team. Zum anderen bleibt eine solche praktische Erfahrung vielen Schülerinnen und Schülern besonders nachhaltig in Erinnerung.









